Verdauungsstörungen
Dahinter können sich verschiedene Ursachen verbergen, zum einen ein Befall mit Würmern, Einzellern oder eine bakterielle Infektion. Liegt eine bakterielle Infektion vor, so muss man zu Antibiotika greifen. Am besten ist es, wenn man gleichzeitig einen Resistenztest durchführt, um festzustellen, gegen welches Antibiotikum die Erreger empfindlich sind. Leider ist das nicht immer möglich, da vor allem bei kleinen Schlangen Eile geboten ist, denn eine solche Infektion führt oft schnell zum Tode.
Wenn eine Schlange ihr Futter einige Tage später auswürgt, können auch andere Gründe dahinter stecken. Zum Beispiel kann die Temperatur zu niedrig sein, was den Verdauungsprozess verlangsamt oder sogar verhindert.
Schlangen neigen auch oft zum Auswürgen halbverdauter Nahrung, wenn sie zu häufig durch den Halter gestört werden, bzw. wenn der Behälter in einer für sie stressauslösenden Umgebung steht.
Weitere Gründe sind noch das Verfüttern von zuviel oder verdorbener Nahrung. Einige Beutetiere sind zum Teil auch selber nicht gut verdaulich, bzw. sogar leicht giftig. Einige Amphibien sondern toxische Substanzen über die Haut ab, z. B. Krallenfrösche.
Thamnophis sollten z.B. nicht zu häufig mit Regenwürmern gefüttert werden, da diese schwer verdaulich sind und zum Teil nicht immer gut vertragen werden, vor allem, wenn man nicht weiß, was die Regenwürmer selber vorher gefressen haben. Stammen die Regenwürmer zum Beispiel aus Erde, die gedüngt war, oder aus Komposthaufen, so kann es passieren, das die Schlangen diese wieder auswürgen, oder im schlimmsten Fall an Vergiftungserscheinungen leiden. Man sollte dieses Futter also nur anbieten, wenn man sicher ist, dass die Würmer aus unbelasteten Gebieten stammen.